Diplom- und Masterarbeiten

Diplom- und Masterarbeiten

Der Fachbereich Medien und Informatik bietet Studierenden spannende Themen für ihre Diplom- und Masterarbeiten an. Dabei besteht die Chance, direkt in laufende Forschungs- und Entwicklungsprojekte eingebunden zu werden. Die Arbeiten dienen dann der Entwicklung von konkreten Produkten und leisten einen aktiven Beitrag zum Bildungssystem im Thurgau.

Sie können natürlich gerne auch ein eigenes Thema wählen. Die Themenliste soll inspirieren aber nicht einengen.

Diplomarbeitsthemen

Edubreakout – der Escaperoom für die Schule?

Ist Edubreakout einfach ein neues Wort für ein Quiz im Unterricht? Oder zeichnet sich hier eine neue, aktivierende Methode zur Aneignung von vielfältigen Kompetenzen ab? Welche Lernkonzepte verbergen sich hinter dem Ansatz? Welche Qualitätskriterien zeichnen einen gelungenen, lernwirksamen Edubreakout aus? Welche unterschiedlichen Formen mit welchen didaktischen Vor- und Nachteilen gibt es? Das Thema bietet Raum für Literaturarbeiten und empirische Arbeiten. Es sind auch theoriebasierte Entwicklungsarbeiten denkbar, in dem eigene Edubreakouts theoretisch fundiert auf der Basis der Fachdidaktik Medien und Informatik entwickelt werden.

Alternative Ansätze in der Informatikdidaktik der Volksschule

In der Informatikdidaktik haben sich vielfältige alternative Ansätze etabliert, die Informatik auf spielerische und lustvolle Weise zugänglich machen wollen. Wie sind diese Ansätze didaktisch einzuschätzen? Was leisten sie, wo sind ihre Grenzen? Hier sind auch alle Arten von Diplomarbeiten denkbar. Eine Literaturarbeit könnte einen Überblick und eine kritische Würdigung internationaler Ansätze leisten. Es sind aber auch experimentelle empirische Arbeiten denkbar, in deren Rahmen einzelne Konzepte in der Praxis erprobt und (vergleichend) evaluiert werden.

«Sind da wirklich kleine Männchen drin?» - Informatische Präkonzepte von Primarschüler*innen

Welche Vorstellungen bringen Kinder zu informatischen Lerngegenständen mit? Inwieweit sind die Präkonzepte anschlussfähig an die bildungspolitischen Forderungen im Lehrplan? Welche Misskonzepte sind wahrscheinlich und wie können sie vermieden werden? Mit welchen informatikdidaktischen Ansätzen und Methoden lassen sich Präkonzepte erheben und weiterentwickeln?

Kreativität und Informatik

Welche Rolle spielt Kreativität in der Informatik, respektive in der Informatikdidaktik? Welche Spielräume für Kreativität lässt der Informatikunterricht zu? Welche Formen von Kreativität zeigen sich bei den Schüler*innen? Wie lässt sich Kreativität im Informatikunterricht fördern? Inwieweit können kreative Ansätze im Informatikunterricht das Verständnis informatischer Sachverhalte befördern?

Lehrpersonen als pädagogische Influencer*innen

Immer mehr Lehrpersonen sind in sozialen Medien aktiv, geben dort Einblicke in ihren Unterrichtsalltag und teilen ihre Ideen und Erfahrungen. Einige davon haben eine gewisse Reichweite erlangt und sind Impulsgeber für eine grosse Community. Welches Verständnis von Bildung haben diese Lehrpersonen? Welche Werte, Ideale, Leitbilder und Vorstellungen von Lernen verbreiten sie in der Community? Was motiviert sie und welchen Einfluss hat ihre Präsenz in sozialen Medien auf ihren Unterricht? Auf welche Weise nutzen sie Medien (insb. Soziale Medien) im Unterricht?

medienBildung für nachhaltige Entwicklung

Wo sind mögliche Schnittstellen zwischen der Mediennutzung und einer Bildung für nachhaltige Entwicklung? Wie lassen sich medienpädagogische Anliegen mit Zielen der nachhaltigen Entwicklung verknüpfen? Wie lässt sich das Fach Medien und Informatik mit einem Fokus auf Nachhaltigkeit unterrichten? Inwieweit zeichnen sich Diskrepanzen zwischen bildungspolitischen Anforderungen im Lehrplan bezüglich Digitalisierung und Mediatisierung einerseits und einer klimafreundlichen und nachhaltigen Entwicklung andererseits ab?

Nachrichtenrezeption von Kindern

Unser Alltag ist voll von Nachrichten. Wie gehen Kinder mit Nachrichten in verschiedenen Formaten um? Wie verarbeiten sie das, was sie dort wahrnehmen? Wie verstehen sie Nachrichten und wie müssten Nachrichten gestaltet werden, damit Kinder sie besser verstehen und einordnen können. Dieser Themenkomplex ist vielschichtig. Es gibt verschiedene Kindernachrichtenformate, die man analysieren könnte. Man könnte aber auch empirische Rezeptionsexperimente mit zwei Gruppen von Kindern machen, die jeweils Kindernachrichten beziehungsweise Erwachsenennachrichten zum selben Thema sehen. Wie informiert sind beide Gruppen im Anschluss der Rezeption? Es sind auch Querbezüge zum Thema Desinformation (Fake News) möglich.

Making an Schulen

In den letzten Jahren hat das Thema Making im Schulfeld immer mehr an Bedeutung bekommen. Forschung gibt es dazu bislang aber nur wenig. Das Thema bietet also Potenzial, um wirklich neues Wissen für die Fachcommunity zu generieren. Was bedeutet Making für die Lehrerrolle? Wie kann beim Making Kreativität gefördert werden? Was lernen Schüler*innen tatsächlich in MakerSpaces und wie können sie ihre erworbenen Kompetenzen nutzen? Wie sollten MakerSpaces als Lernumgebung gestaltet sein? Welche Making-Aktivitäten sind besonders motivierend und lernwirksam?

Bild- und Filmanalysen

Ein klassisches medienpädagogisches Thema sind Bild- und Filmanalysen. Dabei werden einzelne oder mehrere visuelle oder audiovisuelle Artefakte nach anhand der Theorie erarbeiteten Kriterien untersucht. Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, hier nur ein paar Beispielthemen: Schönheitsideale in Sozialen Medien, Ästhetik von YouTubern, Bildmotive von Memes jugendlicher Produzent*innen, Bilder von Schule in zeitgenössischen Serien, Familiendarstellungen in Kinderfilmen, Aspekte von Diversity in Lernfilmen, Genderrollen in Actionfilmen, Mediale Zukunftsbilder in Science Fiction Filmen, Subgenres auf YouTube u.v.m.

Je nach Komplexität des Analysegegenstands werden ein oder mehrere Artefakte für die Analyse ausgewählt. Somit sind sowohl vergleichende Analysen (z.B. von verschiedenen Verfilmungen desselben Romans; oder Lernvideos zum selben Thema aber mit unterschiedlichen Ausdrucksformen), oder vertiefende Einzelanalysen möglich. Wichtig für Bild- und Filmanalysen ist eine geeignete Fragestellung, um theoriegeleitet Analysekriterien zu entwickeln.

Mediendidaktische Diplomarbeiten

Nah an Fragen des Unterrichts sind mediendidaktische Arbeiten. Dort werden meist die Funktion, der Nutzen, das didaktische Potenzial von Medien aller Art für Lehr- Lernprozesse untersucht. Auch hier gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. Hier einige Beispielthemen zur Inspiration: Lernwirksamkeit von digitalen Wortkarten-Apps; das Potenzial von Flipped Classroom Szenarien; Dynamische Geometrie am Computer; Einsatzmöglichkeiten digitaler Medien im Sprachunterricht; Personal Learning Environment von Schüler*innen, Einsatz digitaler Portfolios; Potenziale und Risiken des Fernunterrichts.

Mediendidaktische Diplomarbeiten können prinzipiell empirisch (ein Setting wird mit Schüler*innen untersucht), theoretisch-konzeptionell (auf der Grundlage einer Literaturauswertung wird das Potenzial eines Medienangebots und erforderliche didaktische Prinzipien diskutiert) oder auch entwicklungsorientiert (ein konkretes Lernszenario wird theoriebasiert entwickelt und u.U. erprobt) ausgerichtet sein.

Ansprechpartner

Prof. Dr. Björn Maurer
Dozent Medien und Informatik
Leitung Diplomprojekt Medienpädagogik
bjoern.maurer(at)phtg.ch
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Kontakt

Pädagogische Hochschule Thurgau 
Unterer Schulweg 3
Postfach
CH-8280 Kreuzlingen 1
Telefon   +41 (0)71 678 56 71
Email      sekretariat.mdz(at)phtg.ch

Erreichbarkeit
Montag–Freitag
08.00–12.00 Uhr
13.30–17.00 Uhr

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